Don Camillo Montmirail

Im Stadtkloster Segen lebt, arbeitet und betet eine bunte Mischung von Menschen, die ihrem christlichen Glauben im Alltag eine Gestalt geben wollen. Der „harte Kern“ von derzeit neun Leuten bildet den „Stadtkloster-Konvent“, fünf davon sind Mitglieder der Communität Don Camillo (siehe unten). Zudem gibt es eine Reihe von Menschen, die vorübergehend im Stadtkloster mitleben und/oder mitarbeiten.

Den Puls des gemeinsamen Lebens hier vor Ort bilden die Stundengebete. Am Mittwochmorgen feiern wir das Abendmahl. Außerdem gewinnt die Gemeinschaft an Form durch gemeinsame Mahlzeiten und Austauschrunden – und natürlich durchs gemeinsame Arbeiten. Die meisten von uns arbeiten hier, manche gehen auch externen Berufen nach.

Zum geistlichen Programm gehört neben den Gebetszeiten auch die AbendbeSINNung am Sonntagabend. Es handelt sich um einen Kreativ-Gottesdienst, der von einem offenen Team vorbereitet wird. Die Mitwirkenden haben ganz unterschiedliche Hintergründe und Prägungen und sind nicht selten selbst auch Suchende.

Jeden Donnerstagabend laden wir ein zur christlichen Schweige-Meditation. In der hektischen Stadt macht ein Raum der Stille Platz für Gottes „leises Säuseln“ (1 Könige 19, 12) und öffnet neue Perspektiven. Darüber hinaus gibt es regelmäßig Einkehrtage und besondere Veranstaltungen an Ostern und Silvester. Das Stadtkloster versteht sich als ein „geistliches Gasthaus an den Wegen der Menschen“, wie es Bischof Joseph Hubert Reinkens im 19. Jahrhundert als Wunsch-Bild von Kirche formulierte. Einzelne und Gruppen sind immer wieder zu Gast – unser Gästehaus liegt direkt an der Kirche. Auch unser Garten lädt zum Verweilen ein. Wir hoffen, dass Menschen sich selbst, Gott und dem Mitmenschen neu begegnen.

Das Stadtkloster ist ökumenisch. Es gehört zur evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz sowie zur örtlichen Kirchengemeinde „Evangelische Kirche Prenzlauer Berg Nord“. Die geistlichen Angebote schöpfen aus unterschiedlichen christlichen Traditionen und die Mitglieder des Konventes gehören verschiedenen Konfessionen an. Dasselbe gilt für die „Stadtkloster-Gemeinschaft“: Menschen, die sich mit dem Stadtkloster verbunden fühlen und sich verbindlich einbringen.

All das versuchen wir, wenn möglich, mit Humor und Leichtigkeit zu leben und wollen es mit der Autorin Anna Gavalda halten: „Zusammen ist man weniger allein.“

Zum Konvent gehören zurzeit:

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Urs Trösch
ist für den Unterhalt und die Renovierungen im Gebäude verantwortlich. Er arbeitet mit Helferinnen und Helfern auf unseren Baustellen und repariert alles, was in dem großen Haus defekt ist.

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Ulrike Albrecht
kümmert sich um den Garten und die Kirche.

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Carsten Albrecht
arbeitet im Stadtklosterbüro, betreut das Fundraising und ist verantwortlich für die Meditationsabende.

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Barbara Schubert-Eugster
leitet Ausbildungskurse an und begleitet Menschen, außerdem führt sie die Buchhaltung.

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Georg Schubert
 ist verantwortlich für die gottesdienstlichen Inhalte und begleitet Menschen geistlich.

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Olaf Steinmetz
betreut den Facebook-Auftritt des Stadtklosters und andere Online-Publikationen. Er wirkt in Gottesdiensten sowie im Gästehaus mit.

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Eva Reusch
ist im Konvent in der Probezeit. Sie betreut die Offene Kirche und das Gästehaus und gehört zum Team Meditationsabende.

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Evamaria Bohle
ist im Konvent in der Probezeit. Sie wirkt mit bei Gottesdiensten, Austausch-Veranstaltungen und der Offenen Kirche.

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Markus Kip
ist im Konvent in der Probezeit. Er gehört zum Team der AbendbeSINNung.

Communität Don Camillo

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1977 haben wir das Abenteuer gewagt, als evangelische Männer und Frauen in der Tradition der Klöster zu leben. Seither sind über 30 Jahre ins Land gegangen. Der Traum ist über all die Jahre derselbe geblieben: Der Traum vom gemeinsamen Leben, in dem sich ein Stück der Guten Nachricht von Jesus Christus verwirklicht: Zusammen geistliches Leben zu teilen, zu beten und zu feiern. Zusammen die wirtschaftlichen Grundlagen für das gemeinsame Leben zu erarbeiten und zu verantworten, die Einkünfte zu teilen und so den Zusammenhang zwischen Leistung und Lohn aufzubrechen. Gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen, wie anderen Menschen vom Glauben erzählt werden kann, und Menschen ein Stück mitzunehmen auf dem gemeinsamen Weg. Einander zu tragen und zu ertragen. Sich selbst zu ertragen, und auf Gottes unbedingte Zusage zu einem Menschen, auch mit Ecken und Kanten, zu vertrauen. Einander deshalb auch nicht abzuschreiben, sondern immer wieder erste Schritte zu tun, aufeinander zu.
Entstanden ist dabei keine große Bewegung. Wir leben noch, haben aber in all den Jahren Federn lassen müssen. Was wir uns am Anfang an Regeln und Bestimmungen gegeben hatten, haben wir im Laufe der Jahre immer wieder überdacht und angepasst. Das war zum Teil erleichternd, aber oft auch ernüchternd. Manchmal war‘s befreiend und manchmal enttäuschend.
Über die Jahre ist so eine Lebensgemeinschaft gewachsen, die Verschiedenheit aushält, und die der Persönlichkeit der Mitglieder Rechnung trägt, indem sie lernt, Brücken zu bauen.

Darum ist das Brückenbauen auch die entscheidende Aufgabe von Don Camillo in Montmirail, Berlin und Basel geworden: Wir empfangen Christen aller Couleur, und suchen den Dialog. Wir wollen dem Glauben fern stehenden Leuten erst einmal zuhören. Wir bieten Ehepaaren Raum, neu zueinander zu finden. Wir empfangen Familien zu Ferien, die ihnen gut tun sollen. Wir begleiten Einzelne auf dem Weg zu Gott und zu sich selbst. Mit Gruppen, die kommen, gehen wir ein Stück Weg, das Gespräche und manchmal Versöhnung eröffnet.
Zur Communität gehören 25 Erwachsene, d.h. Familien, Ehepaare und Ledige.
Unsere Kinder sind nicht Mitglieder, weil sie einmal ihren eigenen Weg gehen sollen. Als Communität sind wir Teil der evangelischen Landeskirche.

Weitere Informationen, auch zur Geschichte unserer Communität und ihren Aktivitäten in der Schweiz und der Welt, finden Sie hier.